#118 | Landhaus Schulz, Potsdam | 2026

Das Landhaus Schulz in der Seestraße 17 in Potsdam wurde 1929 im Auftrag des Oberschullehrers Paul Schulz nach Entwürfen der Architekten Otto von Estorff und Gerhard Winkler errichtet. Das freistehende Einfamilienhaus befindet sich in der Berliner Vorstadt und ist Bestandteil eines historisch gewachsenen Ensembles, das durch die Erhaltungssatzung Berliner Vorstadt geschützt ist.

Ziel der Sanierung ist die behutsame Weiterentwicklung des Hauses unter Wahrung seiner bauzeitlichen Qualitäten. Die umfassende energetische Sanierung verbindet die Anforderungen an zeitgemäßen Wohnkomfort mit dem Erhalt der charakteristischen Gebäudehülle.

Im Mittelpunkt der Maßnahmen stehen die energetische Ertüchtigung der Dach- und Fassadenbereiche, die materialgerechte Erneuerung des Außenputzes sowie die Überarbeitung und Verbesserung der bestehenden Fenster. Die vorhandenen Raumstrukturen und bauzeitlichen Ausbauelemente im Inneren bleiben weitgehend erhalten. Die technische Ausstattung des Gebäudes wird vollständig erneuert und an heutige Standards angepasst.

Die Planung umfasst die Leistungsphasen 1–8 und widmet sich neben der energetischen Sanierung auch der behutsamen Weiterentwicklung des Hauses. Untersucht werden dabei Möglichkeiten eines Dachausbaus sowie gegebenenfalls eines maßvollen Anbaus, die sich sensibel in die bestehende Gebäudestruktur einfügen. Ziel ist es, die charakteristischen Qualitäten des Landhauses zu erhalten, seine zeitgemäße Nutzung zu ermöglichen und den Bestand nachhaltig für die Zukunft weiterzuentwickeln.