#114 | Droste-Hülshoff-Gymnasium, Berlin Steglitz-Zehlendorf | 2026

Brandschutzsanierung Droste-Hülshoff-Gymnasium, Berlin-Zehlendorf | ARGE Hertzberg Weber Barthélémy Mauruschat

Das Droste-Hülshoff-Gymnasium im Berliner Bezirk Steglitz-Zehlendorf ist eine traditionsreiche Schule mit denkmalgeschütztem Hauptgebäude aus den Jahren 1902–1911, entworfen von den Architekten Höniger und Sedelmeier. Das Ensemble mit Erweiterungsbauten, Turnhallen und dem ehemaligen Direktorenwohnhaus prägt das historische Ortsbild von Zehlendorf Mitte.

Im Zuge der brandschutztechnischen Sanierung wird das Hauptgebäude umfassend modernisiert. Ziel ist es, eine Lösung zu entwickeln, die die bestehenden Brandschutzmängel beseitigt und heutigen Sicherheitsstandards entspricht, dabei jedoch die architektonische Qualität und räumliche Großzügigkeit des historischen Bestands wahrt. Die Planung erfolgt in enger Abstimmung mit dem Bezirksamt, der Denkmalschutzbehörde und Bauaufsicht von Steglitz-Zehlendorf.

Die drei großzügigen Treppenräume werden brandschutztechnisch von den Fluren getrennt und die Flure in Rauchabschnitte unterteilt. Um die natürliche Belichtung und offene Wirkung der Treppenhäuser zu erhalten, kommen mehrteilige Glasanlagen mit Rauch- und Feuerwiderstandsklassen zum Einsatz. Sämtliche Türen im Bereich der notwendigen Flure erfordern eine brandschutztechnische Ertüchtigung, entweder im Rahmen einer aufwendigen Überarbeitung oder als historische Nachbauten. Im 3. Obergeschoss werden drei z.Zt. für den Schulbetrieb verschlossene Räume durch die Schaffung neuer Rettungswege wieder in Betrieb genommen und für die Nutzung modernisiert. Im Souterrain erfolgt eine Neuordnung einiger Schulungsräume zur Gewährleistung des neuen Rettungswegs. Auch der Wiederaufbau einer maroden ziegelsichtigen Außentreppe ist Teil der Sanierungsmaßnahme.

Begleitend werden in den durch Brandschutzmaßnahmen betroffenen Bereichen Schadstoffsanierungen, Putz- und Malerarbeiten, Erhöhung von Treppengeländern sowie Schallschutzmaßnahmen umgesetzt. Dabei werden die Flure neugestaltet, in Abschnitten werden die historischen Farbfassungen freigelegt oder erneuert. Die technischen Anlagen – Alarmierungs-, Rauchabzugs- und Beleuchtungssysteme – werden geprüft, angepasst und in großen Teilen erneuert.

Die Entwurfsplanung ist abgeschlossen, weitere Planungsphasen wurden bereits begonnen. Die Umsetzung der Maßnahmen erfolgt unter laufendem Schulbetrieb und mit besonderem Augenmerk auf den respektvollen Umgang mit der historischen Bausubstanz.